Über die Verlängerung der Lebensarbeitszeit Sozialversicherungen stabilisieren

NewsSozialstunde

Der Wirtschaftsforscher Prof. Dr. Michael Hüther, eröffnete die „Sozialstunde – das Netzwerktreffen im Rheinland“ mit einem Impulsvortrag zum Thema „Das Café am Rande der Welt – deutsche Sozialpolitik zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ in Köln.

Mit dem Ziel, eine Plattform zum Austausch und Netzwerken für die vielen verschiedenen in der Sozialwirtschaft tätigen Akteure zu schaffen, haben rosenbaum nagy und die Sparkasse Köln Bonn Anfang 2016 die Sozialstunde ins Leben gerufen. Am 27. Mai 2019 trafen sich nun bereits zum dritten Mal zahlreiche Vertreter verschiedener Wohlfahrtsverbände, aber auch aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Kirche sowie der Krankenkassen zur „Sozialstunde“ im HÖHNERStall der Brauerei zur Malzmühle in Köln, um sich intensiv zu aktuellen Fragen und Problemen der Branche auszutauschen.

Nach der Begrüßung durch Jürgen Hackenbroich, Direktor Institutionelle Kunden bei der Sparkasse KölnBonn, und den beiden geschäftsführenden Partnern der Unternehmensberatung, Dr. Michael Rosenbaum und Attila Nagy, hielt Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, einen Vortrag zum Thema „Das Café am Rande der Welt – deutsche Sozialpolitik zwischen Wunsch und Wirklichkeit“, in dem er seinen Blick auf die Zukunft der Sozialpolitik in Deutschland erläuterte. Er hob hervor, dass die Rentenversicherung nur über eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf Dauer stabilisiert werden könne. Dies habe voraussichtlich auch einen positiven Einfluss auf die Kranken- und Pflegeversicherung, nicht zuletzt, weil die Menschen mit Blick auf die längere Lebensarbeitszeit mehr auf ihre Gesundheit achten würden. Auch würde ein späteres Renteneintrittsalter mehr Möglichkeiten eröffnen, die Lebensarbeitszeit flexibler einzuteilen und bereits in früheren Lebensphasen Auszeiten zu nehmen. Zudem ging er auf die zunehmende Digitalisierung ein, die seiner Auffassung nach nicht zu einem signifikanten Wegfall von Arbeitskräften führe, sondern lediglich zu einer Verschiebung der Berufsfelder.

Traditionell durfte der Redner auch diesmal wieder eine soziale Organisation seiner Wahl mit einer Spende der Gastgeber in Höhe von 2000 Euro unterstützen. Die Wahl von Professor Dr. Hüther fiel auf den Kölner Verein „Helping Hands Cologne e.V.“, der sich für Obdachlose und Bedürftige einsetzt. Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, sich zu verschiedenen Schwerpunktthemen in lockerer Atmosphäre bei Kölsch und Fingerfood auszutauschen.

Die nächste Sozialstunde für die Sozialwirtschaft ist bereits in Planung und findet voraussichtlich im Oktober 2019 mit der zwölffachen Paralympics-Siegerin und heutige Präsidentin des Sozialverbandes VdK Verena Bentele statt. Nähere Informationen zu der Veranstaltungsreihe sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.sozialstunde.de.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp