Finanzanalyse und Interimsmanagement beim Seniorenwohn- und Sozialzentrum der Stadt Stolberg

MillerSloane

In den vergangenen Jahren machte das Seniorenwohn- und Sozialzentrum (SWZ) vor allem durch negative Schlagzeilen über rote Zahlen in der Lokalzeitung auf sich aufmerksam. Auch im Jahr 2019 belastete das SWZ das Stadtbudget mit einem erheblichen Defizit im siebenstelligen Bereich. Bereits im Sommer wurde rosenbaum nagy von der Stadt Stolberg mit einer tiefgehenden Finanzanalyse beauftragt. Die innerhalb von lediglich 6 Wochen intensiver Arbeit vor Ort vorgelegten Analyseergebnisse zeigen nicht nur die Ursachen für die angespannte wirtschaftliche Situation auf, sondern beinhalten auch gezielte Maßnahmen, durch die eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen nachhaltig erreicht werden kann. Diese Bewertung erfolgte unter Einbeziehung aller maßgeblichen Akteure (Leitungsngskräfte vor Ort, der Stadt Stolberg sowie des Betriebsrates) und durch eine systematische Datenanalyse der Finanz- und Personaleinsatzdaten sowie einer gründlichen Auswertung bestehender Vertragswerke. Zur Umsetzung der identifizierten Handlungsfelder wurde Mitte September auf Empfehlung von rosenbaum nagy, die erfahrene Diplom-Sozialarbeiterin und Pflegeexpertin Annegret Miller als Interimsgeschäftsführerin des Senioren- und Sozialzentrums eingesetzt.

In den vergangenen drei Monaten wurden durch Frau Miller operativ vor Ort und begleitend durch die Projektleitung Kip Sloane von rosenbaum nagy, wichtige Weichen zur Erholung des SWZ gestellt. In einer kompetenzorientierten Aufgabenteilung konnte so ein ganzheitlicher Veränderungsprozess zügig angeschoben werden. Innerhalb kürzester Zeit wurden zentrale Veränderungsthemen, wie verlässliche Dienstplanung, Reorganisation der Hauswirtschaft, Durchführung der Pflegesatzverhandlungen, Wiederbelebung relevanter Geschäftsbeziehungen, Verwaltungsumzug sowie eine fundierte Wirtschaftsplanung bearbeitet. Die zusätzlichen externen Ressourcen wurden hierbei gleichzeitig als fachliche Impulsgeber und zur Entlastung der Belegschaft vor Ort eingesetzt. Bereits am 05.11. konnten diese Ergebnisse dem Rat der Stadt Stolberg als Aufsichtsgremium des SWZ vorgestellt werden. Das Ziel sei, so der Bürgermeister, „das Seniorenzentrum wieder in wirtschaftlich ruhiges Fahrwasser zu manövrieren und ein gutes Klima für Belegschaft und Bewohner zu schaffen.“ Im Rahmen der Jahresabschlusssitzung am 10.12. konnte dieses Ziel dann noch weiter konkretisiert werden: Im kommenden Jahr wird das Defizit des SWZ um über 50 % reduziert, im Jahr 2021 wird es lediglich 1,3 % des Umsatzes betragen und ab 2022 kann nach aktueller Planung wieder eine gesunde Umsatzrendite erwirtschaftet werden.

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