Corona-Krisenmanagement bei rosenbaum nagy läuft auf Hochtouren

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Ein Zwischenfazit von Dr. Michael Rosenbaum

Es war ja zu erwarten! Nach dem Corona-Lockdown im März, April und Mai rutschten viele Unternehmen in die Krise und mussten mit Akutmaßnahmen sowohl die wirtschaftliche als auch die gesundheitliche Situation im Unternehmen sowie den eigentlichen
Geschäftsbetrieb sicherstellen. Dies galt für alle unsere Kunden in unseren Kernbranchen Sozial- und Gesundheitswirtschaft, Mittelstand und Sport, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen. Die Sozial- und Gesundheitswirtschaft wurde durch das „Covid-19-Krankenhaus-Entlastungsgesetz“ und „Sozialdienstleister-Einsatzgesetz“ schnell abgesichert und konnte sich so vor allem auf die Gesundheitsprävention der eigenen Mitarbeiter und Kunden, Patienten, Bewohner, Angehörige etc., konzentrieren. Der organisierte Sport wurde durch Finanzhilfen der Dachverbände und Politik stabilisiert. Unsere Kunden im Mittelstand waren besonders hart getroffen. Branchen wie die Gastronomie, Hotellerie, Eventveranstalter oder der Tourismus sind bekanntermaßen in Ihrer Gesamtexistenz gefährdet, wobei das Ende der Krise noch lange nicht absehbar ist.

Wir haben bei rosenbaum nagy im März mit dem Aufbau unseres (laufend aktualisierten) Portals www.coronakrise-management.de umgehend auf die Krisen reagiert. Damit konnten wir zahlreichen Unternehmen eine erste Orientierung, insbesondere in der ersten hektischen Akutphase des Lockdowns, anbieten. Der von uns im Juni 2020 veröffentlichte Online-Corona-Krisen-Wegweiser mit den 20 wichtigsten Management-Guidelines für das Management der Krisenetablierung und der Restart-Phase wurde ebenfalls von vielen Unternehmen genutzt. Zusätzlich veröffentlichten wir zahlreiche branchenbezogene Artikel mit praktischen und spezifischen Hilfestellungen. So war es nicht verwunderlich, dass ab Mai dann entweder direkt oder über Sparkassen und Banken alte und neue Kunden in der Krise auf uns zu kamen, denen wir schnell helfen konnten. Meist ging es um die Liquiditätssicherung, die Erstellung von Finanz- und Wirtschaftsplanungen, die Unterstützung beim Personaleinsatz oder der Dienstplanung und in den letzten zwei Monaten dann verstärkt auch um Digitalisierungskonzepte bzw. Markt- und Geschäftsfeldstrategieentwicklung. Die Akutkrisenmanagement-Projekte kamen dabei vor allem aus den Branchen Gastronomie, Hotellerie, Sport, Autohandel. Diese nutzen meist die bestehenden BAFA-Förderprogramme, bei denen mittelständische Unternehmen aller Branchen 50%-100% Unternehmensberatungsleistungen von BAFA-registrierten Beratungen, wie rosenbaum nagy, bis 4.000 € gefördert bekommen.

Bei den Digitalisierungsprojekten dominierten Projekte bei denen vor allem größere Kunden aus der Sozial- und Gesundheitswirtschaft durch die Coronakrise die Chancen der Digitalisierung erst erkannt hatten und nun Digitalisierungsstrategien umsetzen und einen Digitalen Change einleiten wollen. Zuweilen musste eine „High-Speed-Digitalisierung“ innerhalb weniger Wochen umgesetzt werden, indem etwa Unternehmen in den Bereichen medizinische und soziale Beratung durch einen schnellen Umstieg auf digitale Technologien ihre Umsätze und die wichtige kontinuierliche Versorgung der Kunden (etwa in der Frühförderung, Begleitung psychisch kranker Menschen) sichern konnten.

Unsere Kunden in der Sozialwirtschaft haben nach der Akutphase, in der sie zunächst vollends mit der Sicherung der Kundenversorgung und der Erfüllung der vielfältigen rechtlichen Anforderungen beschäftigt waren, etwa ab Juni wieder Ressourcen für die Bearbeitung von Zukunftsthemen. Typische Beratungsthemen sind aktuell die Verbesserung der Unternehmenssteuerung und der Personaleinsatzplanung, die Begleitung bei individuellen Vergütungsverhandlungen sowie die Bewältigung von Krisen, die oft ihre Ursachen schon vor Corona hatten. Zudem spielen strategische Themen wie neue Einrichtungskonzepte und auch Kooperationen und Übernahmen eine große Rolle. Und zunehmend stellt sich auch heraus, dass im Zusammenhang mit den Rettungspaketen für die Sozialwirtschaft doch nicht alles so einfach und unbürokratisch ist, so dass wir unsere Kunden teilweise dabei unterstützen, wie sie ihre Mehrbelastungen möglichst rechtssicher und ohne Regressrisiken refinanzieren können.
Dies alles führte dazu, dass wir Ende September erstmals in der Geschichte von rosenbaum nagy über 100 parallel laufende Projekte bearbeiten.

Unsere Prognose für die nächsten Monate ist, dass die Coronakrise die meisten unserer Kunden in allen Branchen noch bis Mitte/Ende 2021 beeinträchtigen wird; nicht nur rein finanz-wirtschaftlich, sondern auch in anderen wichtigen betriebswirtschaftlichen Managementthemen. Hier werden vor allem die Digitalisierung, Personaleinsatz- und Dienstplanung, die Mitarbeitergesundheit und der Hygieneschutz sowie das Prozessmanagement im Fokus stehen. Unsere Gesprächspartner bei den Sparkassen und Banken gehen derzeit davon aus, dass im kommenden Herbst und Winter eine große Welle an Unternehmensinsolvenzen, insbesondere im Mittelstand, droht. Es bleibt also abzuwarten, welche Hilfestellungen hier von der Bundesregierung noch kommen werden. Eines steht fest: Es bleibt spannend!

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